Ferritringe

Ferritringe zur Filterung von Störfrequenzen

Warum Ferritringe auf Koaxialkabel?
Viele elektrische und elektronische Geräte erzeugen hochfrequente Störungen. Diese Störungen werden über angeschlossene Koaxialkabel oftmals aus dem Gerät geführt und können zu Problemen bei der Einhaltung von EMV Bestimmungen führen. Das gesamte Kabel, bzw. dessen Abschirmung wirkt dabei als Antenne.

Zur Bedämpfung dieser sogenannten Gleichtaktstörungen, werden Mantelwellenfilter eingesetzt.

Diese bestehen aus Ferritringen, die um das Kabel gelegt werden. Zur nachträglichen Anbringung gibt es geteilte rastbare Ferrite, diese werden auch als Klappferrit bezeichnet.

Ferritringe sind Bauteile aus magnetischem Ferrit. Wenn solch ein Ferrit um ein Koaxialkabel gelegt wird, entsteht an dieser Stelle eine erhöhte Induktivität.
Zusammen mit den in Kabeln sowieso vorhandenen Kapazitäten, stellt ein Ferrit einen PI-Tiefpass-Filter dar, er filtert also hochfrequente Störungen aus dem übertragenen Signal heraus.

Die Wirkung des Tiefpasses hängt von der Anzahl der Wicklungen um das Ferrit und von der Kapazität des Kabels ab. So können dünnere Koaxialkabel bspw. mehrmals um das Ferrit gewickelt werden um eine höhere Dämpfung des Störsignals zu erreichen. Dabei ist allerdings zu beachten, dass man das Kabel nicht zu sehr bedämpfen darf um die Übertragung des Nutzsignals nicht zu gefährden! Es muss ein Kompromiss gefunden werden um die Störausstrahlung zu verringern und das Nutzsignal verlustfrei zu übertragen.

Das entfernen von Ferriten um Koaxialkabel verschlechtert nicht die Übertragung des Signals, kann aber zu Problemen bei der Einhaltung von EMV-Normen und zur Störung benachbarter Geräte führen.